Änderung des Regionalplanes: CDU will Spielräume für die Stadtentwicklung erhalten
Seit Gründung der Stadt Hörstel ist die gleichmäßige Entwicklung aller vier Ortsteile wesentlicher Grundsatz der CDU-Politik. Daher verfolgen die Verantwortlichen der CDU aus allen vier Stadtteilen in diesen Tagen besonders aufmerksam die Aufstellung des Regionalplanes. Hauptpunkt des Regionalplanes ist aus Sicht der Kommune die Ausweisung von ausreichender Fläche für Industrie-, Gewerbe- und Siedlungsgebiete. Im Vergleich zum derzeit gültigen Regionalplan vermindern sich die Gewerbeflächen der Stadt um 40 Hektar. Auch die zur Verfügung stehenden Wohnbauflächen würden sich nach dem jetzigen Entwurf reduzieren. Die Ratsmitglieder der CDU fordern daher, dass sich die Stadt für mehr Wohnbau, Gewerbe- und Industrieflächen im neuen Regionalplan einsetzen soll. „Durch den vorliegenden Entwurf wird die zukünftige Entwicklung der Stadt und seiner Orte aufs Spiel gesetzt“, macht der Bevergerner CDU-Vorsitzende Rainer Bolten seinem Ärger über den Entwurf des Regionalplans der Bezirksregierung Münster Luft. Trotz aller Anstrengungen, die Schließung bestehender privater Baulücken im Innenbereich zu forcieren, sei abzusehen, dass die im Entwurf vorgesehenen Siedlungsflächen für die 15-jährige Geltungsdauer des Regionalplanes nicht ausreichen werden. „Wir brauchen schlicht mehr Flächen für Wohnbebauung, Gewerbe- und Industrieansiedlung“, fordert Bolten.
Auch mit der Darstellung von Naturschutzgebieten im Entwurf des Regionalplanes setzten sich die CDU Kommunalpolitik intensiv auseinander. „Unbedingt notwendig ist eine Absprache mit den Eigentümern“, forderte Dr. Philipp Heereman. Nach einhelliger Meinung aller CDU-Fraktionsmitglieder sollten nur solche Bereiche für den Schutz der Natur (Naturschutz) ausgewiesen werden, die auch naturschutzfachlich begründet sind. „Es geht vor allem darum, die landwirtschaftliche Nutzung nicht zu beeinträchtigen“, so Heereman.
Ausdrücklich begrüßt die CDU-Fraktion die Heraustrennung des Teilabschnitts Energie aus dem Regionalplanentwurf. So wurde die Frist für die Abgabe der Stellungnahme der Kommunen für den Teilabschnitt Energie durch einen Beschluss des Regionalrates bis zum 31.12.2011 verlängert. „Es ist absolut richtig die Thematik Windkraftanlagen in einem eigenen Verfahren fortzuführen. Nun bleibt uns mehr Zeit, um dieses Thema mit allen Chancen und Risiken für die Stadt und seine Bürger zu diskutieren“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Paul Rietmann.
Im Riesenbecker Ortsteil Birgte wurde in der Vergangenheit viel unternommen um den Bestand der Grundschule vor Ort zu sichern. Daher wurde die Debatte um die Schulschließung im angrenzenden Dörenthe in Riesenbeck sehr aufmerksam verfolgt. Den Anstrengungen der Bürger, der Eltern und der verantwortlichen Vertreter aus Stadtverwaltung und Politik ist es zu verdanken, dass der Bestand der kleinen Grundschule in Brigte auch weiterhin gesichert ist. „Wir kämpfen seit Jahren für die Birgter Grundschule, weil wir uns über die Bedeutung einer wohnortnahen Schulversorgung im Klaren sind. Für uns gilt: Kurze Beine, kurze Wege“, erklärt Robert Everwand, der Vorsitzende der CDU-Riesenbeck. Die Vorteile der Birgter Grundschule sind aus Sicht der CDU-Ratsfraktion dabei offensichtlich. Da es sich um eine kleine Grundschule handelt, wird die Aufnahme der Kinder aus Dörenthe kein Problem sein. Das Lernen in kleinen Klassen, der sehr gute Ruf der Schule und das große Engagement eines eingeschworenen Lehrerkollegiums sprechen nach Auffassung der CDU für sich. Auch der seit Jahren angebotene integrative Unterricht spricht für die Birgter Schule „Grundschüler aus Dörenthe sind bei uns sehr herzlich willkommen. Für möglichst optimale Bedingungen werden wir kurzfristig die notwenigen Voraussetzungen schaffen“, so Everwand weiter. Die CDU im Rat der Stadt Hörstel will daher in der kommenden Ratssitzung einen Beschluss herbeiführen, wonach ab dem kommenden Schuljahr der Birgter-Schulbus auch Dörenther ansteuern soll. Hierzu soll die Stadtverwaltung Gespräche mit den Eltern der Dörenther Grundschulkinder führen. „Wir werden auch weiter für ein optimales Lernumfeld an der Grundschule in Birgte sorgen. Es wäre schön, wenn auch die Kinder aus Dörenthe zukünftig hiervon profitieren könnten“, zeigt sich die Riesenbecker Ortsvorsteherin Elisabeth Höpfner zuversichtlich. In der CDU Riesenbeck ist man überzeugt, dass Stadtverwaltung und Schulleitung auch mit den Dörenther Eltern vertrauensvoll zusammenarbeiten werden.
Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Karl Dierkes hat es in der letzten Ratssitzung bereits angekündigt. In der nächsten Sitzung des Rates am 13. Juli wird die CDU einen Antrag stellen, wonach sich auch die Stadt Hörstel einer Sammelklage anderer Kommunen gegen das Gemeindefinanzierungsgesetz anschließen soll.
Heinz von den Benken
Kranenmoorstraße 8
Schapen
Die Stadt Hörstel will 1,67 Millionen Euro zum Bau der Sporthalle beitragen. Weitere 150 000 Euro für die Anlegung der Außenanlagen inclusive Parkplätze, Pflasterung und Bepflanzung sollen die vier großen Sportvereine der Stadt aufbringen. Davon wird ein erheblicher Anteil durch Eigenleistung aufzubringen sein. Ziel sei es, den gesteckten Kostenrahmen einzuhalten, und derzeit sehe das nicht schlecht aus, so Schippmann. „Tendenz positiv“, meinte auch Architekt Thomas Belha. Nach der nichtöffentlichen Ausschreibung habe man nun die Möglichkeit, die Angebote genau zu vergleichen und eventuell nachzuverhandeln. Bekanntlich wünscht sich der Förderverein bzw. die Sportvereine der Stadt, dass neben der Zweifachsporthalle in einem Zuge auch eine Gymnastikhalle direkt angebaut wird. Dies hatte der Rat jedoch aus Kostengründen abgelehnt. Auf Anfrage teilte Belha mit, die Zusatzkosten für eine Gymnastikhalle würden je nach Ausführung rund 120 000 Euro betragen. Nach wie vor werde eine Gymnastikhalle als Bestandteil des Gesamtprojekts angesehen. Die Ausschreibung erfolge mit und ohne Gymnastikhalle, um eine bessere Vergleichbarkeit zu erzielen.
Belha bestätigt, dass der 1. August als Baubeginn angestrebt ist. Zunächst erfolge die Baustelleneinrichtung und Entwässerung. Der Rohbau soll nach vier Monaten bis Jahresende fertig sein. In den Monaten darauf folgt der Innenausbau. Nach zehn bis zwölf Monaten könnte die Halle bezugsfertig sein, sagte Belha.
Über Materialauswahl und Gestaltung der neuen Sporthalle teilte Belha mit, dass ein Metalldach vorgesehen sei. Die Außenhaut der Halle werde eine Mischung sein von hellem Putz und einem Wärmedämmungs-Verbundsystem. Eine Besonderheit seien die großen Fenster nach Norden. Dadurch soll der Stromverbrauch minimiert werden. Das Nebenbauwerk werde durch ein Verblendmauerwerk abgesetzt.
Die Halle werde auf das Notwendigste zugeschnitten, zugleich könne darin aber jede Art von Schul- und Vereinssport ausgeübt werden. Dies gelte für das Training ebenso wie für die Meisterschaften, die dort ausgetragen werden. Seile und Reck sollen ebenso zur Ausstattung gehören wie hochziehbare Handball- und Fußballtore. Die Innenmaße liegen bei 22 mal 44 Meter, wobei die Halle in zwei Hälften unterteilt werden kann. Die Tribüne für rund 160 Zuschauer wird aus Kostengründen ebenerdig angelegt, so der Architekt, der nach eigenen Angaben schon mehr als 20 Sporthallen gebaut hat.
Frachtflughafen
Es war doch nur noch eine Frage der Zeit, wann dieser ehemalige Flughafen wieder eröffnet wird. Es ist doch völlig unbestritten, dass hier eine optimale Infrastruktur vorhanden ist. Weltweit agie¬rende Firmen sind auf solche zukunftsorientierten Einrich¬tungen zwingend angewiesen. Es ist jedoch auch zwingend erforderlich, dass hier eine verantwortliche Politik letzt¬lich das Ruder in die Hand nehmen soll. Es kann jedoch nicht sein, dass hier Einzel¬personen lautstark sich zu Wort melden, den Normalbür¬ger mit gezielt unrichtigen so genannten Details völlig ver¬unsichern. Hier wird ein hochmodernes Verkehrsmit¬tel - Flugzeug - als Teufels¬zeug von diesen Experten ab¬getan.
In der Vergangenheit waren Anstellungen von Bediens¬teten der Basis Hopsten-Drei-erwalde sehr begehrte Arbeits¬plätze. Man sollte das Wagnis sicherlich eingehen, hier ähn¬liche oder vergleichbare Ar¬beitsplätze schaffen zu lassen. Dass hier die umliegenden Ortsvertreter (Dorfparlamen¬te) gehört werden, ist sicher¬lich notwendig, diese sind jedoch von der Tragweite völ¬lig überfordert und dessen Aufgabe sollte durch Verant¬wortliche durch unsere ge¬wählten Volksvertreter auf Landesebene geregelt werden.
Sollten die weltweit akti¬ven Investoren hier nicht zum Zuge kommen, ist es für diese eine Frage von recht kurzer Dauer, geeignete Flugzeugba¬ses der ehemaligen Sowjet¬union, in der ehemaligen DDR, Polen, CSSR, Rumänien und so weiter ausfindig zu machen, denn diese ehemali¬gen Flugzeugbasen verfügen über entsprechende Lande¬bahnen. Im Gegensatz zu Hopsten-Dreierwalde fehlt de¬nen jedoch die entsprechende Infrastruktur, wie Autobah¬nen, Eisenbahnen, Schiff¬fahrtswege. Diese örtlichen Volksvertreter werden dann, ohne eine Sekunde zu zögern, die EU, insbesondere Deutschland als größter Net¬tozahler für die dort fehlende Infrastruktur um finanzielle Hilfe bitten. Als Betroffener in Landebereich der Maschinen - seit 35 Jahren (Schapen) -nehme ich diese Einschrän¬kung durch Fluglärm der Zi¬vilmaschinen - in Abwägung der Vor- und Nachteile - für neue Arbeitsplätze insbeson¬dere für unsere jungen Men¬schen in dieser Region gern in Kauf.
Heinz von den Benken
Kranenmoorstraße 8
Schapen
Er könne zwar problemlos nur „80 Kilometer Luftlinie weiter“ in die Niederlande ausweichen und dort den von ihm gewünschten Stützpunkt errichten. Kampflos räumen will er das Feld in Hörstel dennoch nicht, gab er zu verstehen. Nach wie vor sei der Standort Hörstel ein sehr guter. Innerhalb der nächsten sechs Wochen will er nun versuchen, auf landespolitischer Ebene seinem Ziel näher zu kommen. Es müsse in Düsseldorf geprüft werden, ob in diesem Fall nicht ein öffentliches Interesse am Bau eines Frachtflughafens bestehe. Hinsichtlich der Wertschöpfung handele es sich schließlich um ein Projekt von landesweiter Bedeutung.
Nachdem der Hörsteler Rat in seinem Beschluss das Nachtflugverbot formuliert hat, beobachtet Jürgen Wegner nunmehr mit großem Interessen, wie sich der Hopstener Rat am 11. Juni entscheidet. „Ein einstimmiger Beschluss in Hopsten würde die Landespolitik beeinflussen“, ist sich Wegner sicher. Ob die Hopstener Ratsmitglieder einen einstimmigen Beschluss ohne Einschränkung für den Frachtflugplatz fassen werden, ist unsicher. Zumindest Walter Üffing (Grüne) äußerte während der Informationsveranstaltung am Dienstag (siehe Bericht) erhebliche Bedenken.
Auf Landesebene wird Planer Wegner Mitstreiter suchen. Die Bedenken der Hörsteler seien „ohne Sinn und Verstand“. Sie hätten sich von Stimmungsmachern „aufpeitschen“ lassen. Bei genauer Betrachtung sei die Sachlage schließlich eine ganz andere: Bei zehn Kontraktlogistikern werde es – pro Woche – durchschnittlich nicht mehr als zwei bis drei Nachtflüge geben. Die Nachteile stünden in keinem Verhältnis zu den wirtschaftlichen Vorteilen einer ganzen Region, so die Einschätzung Wegners: Es gehe um die Zukunft und um den Anschluss an internationale Märkte. Er erinnerte daran, dass der Hörsteler Rat jederzeit seinen Beschluss widerrufen und das Nachtflugverbot aufheben könne. Aus seiner Sicht könne es gleichwohl nicht sein, dass Entscheidungen von landespolitischer Tragweite auf unterster, also kommunaler Ebene entschieden werden.
Diskussion um den Kontraktfrachtflughafen in Hopsten
Ich glaube nicht an die Machbarkeit dieser Planung, vor allem, da ich persönlich in den letzten Jahren meines Berufslebens das Scheitern solcher Planungen erlebt habe. Zum Beispiel hatte eine britische Investorengruppe den ehemaligen Militärflugplatz Lahr/Baden übernommen und den Bürgermeistern (und damit Bürgern) und der Geschäftswelt der umgebenden Kommunen das Blaue vom Himmel versprochen. Und der Erfolg: außer Spesen (Kosten) nichts gewesen! Der „Frachtflughafen Schwarzwald" dümpelt, mittels Zuschüssen am Leben gehalten, gerade so dahin. Und derartige Beispiele gibt es viele. Andererseits: wie lange können wir es uns denn in Deutschland noch erlauben, alle Überlegungen zu einer Förderung der Wirtschaft von vorneherein abzulehnen? Sollte ein derartiges Projekt für die Region nicht emotionslos geprüft werden? Dafür allerdings sind Leserbriefe wie der des Herrn Niestegge aus Hörstel der Sache wenig dienlich, vor allem, wenn der Titel „Dipl. Ing." den Lesern Sachverstand vorgaukelt, der hier zumindest in Sachen Luftfahrt nicht vorhanden ist.
Beispiele:
1. Das „Märchen" von der sichtbaren, fühlbaren und riechbaren Umweltverschmutzung zu Zeiten der Militärfliegerei tauchte erst seit etwa Mitte/Ende der 70er Jahre in der Umgebung jedes Militärplatzes und in den Medien auf, zu einer Zeit, als es in Mode kam, gegen das „Militär" zu sein. Seltsamerweise war davor nichts davon zu spüren und zu Sehen, als die Triebwerke bei den Flugzeugen zuvor noch sehr einfach konstruiert waren. Und weder „schwarze Äpfel" noch „schwarze Tannenzapfen" (wie im Hunsrück) oder gar „schwarzes Gras" wurden jemals nachgewiesen, auch nicht durch die heftigsten Gegner der Luftfahrt! Mich würde interessieren, mit welcher Menge an Abgasen müssen Kommunen wie Hörstel eigentlich durch die nahe
Autobahn rechnen und wie schlagen diese sich nieder?
2. Die Militärflugzeuge „qualmten" nicht, wie Herr Niestegge schreibt, „weil sie mit Nachbrennern starteten", das Gegenteil ist richtig: beim Start und in bestimmten Phasen des Fluges benutzten wir den Nachbrenner. Dieser führte, trotz des erheblich größeren Schubes, zu einer saubereren Verbrennung der Abgase als die Verbrennung in den Brennkammern allein.
3. Der Satz, „die meisten Triebwerke der Frachtflugzeuge würden denen der Phantom entsprechen" ist so falsch wie (absichtlich?) irreführend. Die Zeiten, als die für die Militärflugzeuge konstruierten „Ein-wellen-Axialtriebwerke" an zivilen Flugzeugen verwendet wurden ist längst Luftfahrtgeschichte. Die Entwicklung der heute in der Zivilluftfahrt genutzten „Zweiwellen-Mantelstrom-Fantriebwerke mit hohem Bypass-Verhältnis begann schon vor mehr als 40 Jahren. Diese Triebwerke sind nicht nur leiser, sondern durch weniger Verbrauch um ein vielfaches wirtschaftlicher als alle Militärtriebwerke, die im Übrigen für einen völlig anderen Zweck konstruiert sind. Zu sagen, „diese Triebwerksarten würden sich entsprechen", ist schon ein starkes Stück.
4. Die weitere Behauptung „mehr Schub bedeutet mehr Verbrauch" ist, in dieser Einfachheit eigentlich mehr als naiv! Fakt ist (vereinfacht gesagt): je größer im Durchmesser der „Fan" gebaut und damit ein hohes Bypass-Verhältnis erzeugt werden kann, desto höher wird der Schub im Verhältnis zum Verbrauch oder im Umkehrschluss: desto niedriger ist der Verbrauch je gewählter Einheit! Konkret: die Triebwerke des Flugzeuges, das ich bis zu meiner Pensionierung geflogen habe, erzeugt im Start 70 Prozent des Schubes durch den „kalten Mantelstrom" und nur für die restlichen 30 Prozent wurde in der „heißen Sektion" Kerosin verbrannt. Der Ordnung halber sei angemerkt, dass sich dieses Verhältnis mit zunehmender Höhe änderte und sich bei einer Höhe von etwa 13 000 Metern dann umgekehrt hatte.
5. Genauso falsch ist es, die Anzahl der Triebwerke zu zählen und dann mit dem Verbrauch zu multiplizieren! Beispielsweise: eine BAe 146 mit vier Triebwerken hat einen geringeren Verbrauch als eine Boeing B-777 mit zwei Triebwerken! Eine Antonov 24 mit vier Triebwerken verbraucht wesentlich mehr als eine Boeing 747-800 mit ebenfalls vier Triebwerken! Eine Falcon 2000 mit drei Triebwerken verbraucht weniger als ein Airbus 321 mit zwei Triebwerken (alle Beispiel bezogen auf eine Einheit und gleiche Bedingungen). Mit diesem munteren Spielchen des Flugzeugvergleichs könnten wir Tage verbringen und jeder hätte mal Recht! Man kann und darf ganz einfach Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.
6. Womit begründet Herr Niestegge denn seine Behauptung, diese Flugzeuge würden „länger" im Bereich der Einflugschneisen „verbleiben" als die Militärflugzeuge? Ein Flugzeug, das seinen Anflug auf Hopsten zum Beispiel über dem Funkfeuer Hamm aus der Flugfläche 100 (circa 3300 Meter) mit 250 Knoten beginnt, die Geschwindigkeit dann 210 Knoten reduziert und schließlich den Endanflug mit 140 Knoten durchführt, braucht eine berechenbare Flugzeit. Dabei ist es völlig unerheblich, ob Militär- oder Zivilflugzeug/Fracht oder Passagiere/ zwei oder vier Triebwerke: ein Flugkörper, der eine bestimmte Strecke mit einer bestimmten Geschwindigkeit zurücklegt, braucht eine sich daraus ergebende Zeit! Herr Niestegge vermischt hier (absichtlich?) Faktoren aus der Militärfliegerei mit der zivilen Fliegerei! Ich empfehle den an dem Projekt interessierten Vertretern der Kommunen, Handelskammern etc. dringend, einer solchen Meinungsmache rechtzeitig entgegenzutreten, indem sie die Bürger durch Informationsveranstaltungen von Anfang an einbinden und mitnehmen. Meinungen, die sich jetzt durch unsachliche Leserbriefe oder Gerüchte bei den Bürgern festgesetzt haben, sind später schwer zu korrigieren.
Heinz Roschmann
Sandweg 44, 48429 Rheine Oberstleutnant a.D. (25 Jahre aktiver Flugzeugführer der Luftwaffe) Flugkapitän a.D. (14 Jahre Flugzeugführer im weltweiten Luftverkehr)





